Färöer und Gjógv 1998

Karte von Nordeuropa
Wohin geht es?
Flagge der Färöer
Färöer

Tórshavn und Kirkjubøur

Die Färöer (Føroyar = Schafsinseln) sind eine teilautonome dänische Inselgruppe im Nordatlantik zwischen Island, Norwegen und Schottland. Von den rund 48.000 Einwohnern (Stand 1998) lebt ein Drittel in der Haupstadt Tórshavn. In Tórshavn legt auch die "Norröna" der Smyril-Line an. Das Schiff fährt im Sommer wöchentlich von und nach Norwegen (Bergen), Dänemark (Hanstholm) und Island (Seyðisfjörður) - im Jahr 1998. Etliche Buslinien und Fähren der hiesigen Verkehrsbetriebe (SSL) erschließen fast alle der achtzehn Inseln.

Südlich der Haupstadt Tórshavn liegt Kirkjubøur, das mittelalterliche Zentrum der Føroyar. Dort steht die Ruine der Domkirche aus dem 13. Jahrhundert und ein grasbegrüntes Holzhaus, das über 900 Jahre alt sein soll.

Landkarte Färöer, mit Fähren aus 1998
Landkarte Färöer, mit Fähren aus 1998
Hafen von Tórshavn
Hafen von Tórshavn
Blick über Tórshavn nach Nólsoy
Blick über Tórshavn nach Nólsoy
Niels-Finsen-Gate in Tórshavn
Niels-Finsen-Gate in Tórshavn
Magnuskathedrale
Magnuskathedrale
altes Farmhaus in Kirkjubøur
altes Farmhaus in Kirkjubøur

Inseln Streymoy und Eysturoy

Wir sind mit dem Bus von Tórshavn, das auf der Insel Streymoy liegt, auf die andere große Insel, Eysturoy gefahren. In Oyrarbakki verbindet eine Brücke diese beiden größten Inseln miteinander. Im Nordwesten von Eysturoy liegt Eiði, von wo wir zum Eiðiskollur gewandert sind. Am anderen Ufer des Sundes ist dem Festland der Felsen Tjørnuvíksstakkur vorgelagert. Mit einer Seilbahn wurden dort früher Schafe hinüber transportiert – heute sind es gelegentlich Touristen.

Landkarte Streymoy und Eysturoy
Landkarte Streymoy und Eysturoy
Eiði liegt am Sund
Eiði liegt am Sund
Tjørnuvíksstakkur
Tjørnuvíksstakkur

Der Ort Gjógv

Nun aber zum Highlight dieser Reise, nach Gjógv, dem Dorf ganz im Norden von Eysturoy: Gjógv hat rund siebzig Einwohner (alles Stand 1998), eine Kirche mit Friedhof, eine Poststation (ca. 2x30 Minuten pro Tag geöffnet), ein Geschäft mit Grundnahrungsmitteln, eine Betonelementefabrik, einen Hafen, einen kleinen Park, einen Hubschrauberlandeplatz, einen Busstop (werktags 2x und samstags 1x), eine Jugendherberge mit Campingmöglichkeit und anderes mehr. Viel mehr aber wird das 400 Jahre alte Dorf von den grünen Bergen und dem blauen Atlantik geprägt.

am Ortsrand von Gjógv
am Ortsrand von Gjógv
Hinterhof in Gjógv
Hinterhof in Gjógv
natürlicher Hafen von Gjógv
natürlicher Hafen von Gjógv
Blick von Osten auf Gjógv
Blick von Osten auf Gjógv
Blick vom Tyril
Blick vom Tyril
Landkarte Region Gjógv
Landkarte Region Gjógv

Gjógv Youth Hostel "Gjáargarður"

In Gjógv stand im Sommer 1998 nur das Youth Hostel "Gjáargarður" mit etlichen Zimmern, preiswerten Schlafboxen und einem kleinen Zeltplatz am Berghang zum Übernachten zur Verfügung. Von Tórshavn fährt fast täglich ein Bus mit Umsteigen nach Gjógv und zurück. Die Fahrtdauer beträgt knapp zwei Stunden. Kosten für eine Richtung: 50 DKK (7 Euro, 1998).

Blick zum Middagsfjall
Blick zum Middagsfjall
Zeltplatz hinter der Jugendherberge
Zeltplatz hinter der Jugendherberge

Wanderungen auf die Berge rund um Gjógv

Die waldlosen Grasberge rings um Gjógv laden zu zahlreichen Wanderungen ein: Nach Norden und Westen führen Wanderpfade über einen Ausläufer des Gráfelli (856 Meter hoch) ins Ambadalur hinunter und weiter zum Búgvin. Der Búgvin ist eine 188 Meter hohe Felssäule vor der Küste, auf der tausende Vögel brüten. Im Osten von Gjógv geht es auf den Tyril oder den etwas höheren Middagsfjall (601 Meter hoch). Von beiden Bergen aus bietet sich eine wunderbare Sicht in den Funningsfjørður hinein.

Etwas weiter entfernt von Gjógv liegt der höchste Berg der Føroyar: der Slættaratindur mit 882 Metern über Meeresniveau. Er liegt an der Straße nach Eiði. Bei gutem klarem Wetter soll von ihm aus die gesamte Inselgruppe zu überblicken sein. Als wir oben standen, waren wir leider von Wolken umhüllt.

Blick auf den Tyril
Blick auf den Tyril
Inseln Kalsoy und Kunoy
Inseln Kalsoy und Kunoy
im Ambadalur
im Ambadalur
Vogelfelsen Búgvin
Vogelfelsen Búgvin
Funningsfjørður
Funningsfjørður
baumlose Berge
baumlose Berge

Abschließend noch eine kurze Wetterinfo. Der Atlantik sorgt für ausgeglichene Durchschnittstemperaturen: 3 °C im Winter und 11 °C im Sommer. Der Wind, der IMMER weht, kann das Wetter sehr plötzlich verändern. So schien zum Beispiel nach einer Orkannacht mit Platzregen am nächsten Tag wieder die Sonne.

Dies waren meine Eindrücke von den Färöer Inseln. Ursprünglich wollte ich in einer Zehnjahresfrist wieder auf einige der achtzehn Inseln reisen – dafür reichte die Zeit noch nicht, so dass ich mir die Tour für später aufgehoben habe.